Nach den
üblichen Anfangsschwierigkeiten arbeitete der Handwerker mit 80 Mitarbeitern
schon bald an Großbaustellen weit über die regionalen Grenzen hinaus. Neben
der Fliesenverlegung wurde der Betrieb um eine Betonwerkstein- und
Natursteinabteilung vergrößert. Fünf Jahre später eröffnete Waldemar Günther
bereits seine erste Niederlassung in Frankfurt/Main. Ihr folgte 1963 die
zweite Niederlassung in Baden-Baden.
Dem Verlegebetrieb wurde ein
Betonwerkstein-Produktionsbetrieb angegliedert. Von nun an stellte Waldemar
Günther Betonwerksteinwinkelstufen und Betonwerksteinteile im eigenen modern
ausgestatteten Produktionsbetrieb selbst her.
Das
Unternehmen arbeitete inzwischen bundesweit auf mittleren bis großen
Baustellen und erwarb sich durch technisch einwandfreie Ausführung die
präzise Einhaltung vereinbarter Termine bei Architekten und Planungsbüros
einen ausgezeichneten Ruf. Eine lange Liste von Referenzobjekten stellen
unter anderem auch das Gästehaus der Bundesregierung - Hotel Petersberg in
Bonn, Freizeitbäder, U-Bahn-Stationen in Frankfurt/Main, Stuttgart und München,viele Einkaufszentren, der Ausbau des
Schlosshotels "Bühler Höhe", das Goethe Nationalmuseum in Weimar,
diverse Krankenhäuser, sowie der neue IC-Fernbahnhof in
Frankfurt/Main-Flughafen gehören, belegen dies.
Eine
Spezialisierung ergab sich durch die Verlegung keramischer Fliesen im
Schwimmbadbau und von Naturwerksteinmaterial an Wand- und Bodenflächen.
Im
Dezember 1990 erfolgte die Gründung einer weiteren Niederlassung in Weimar
(Thüringen). Dort erwarb Waldemar Günther von der Treuhand ein Gelände von
rund 45.000 qm, setzte kurzentschlossen einige Baucontainer darauf, in denen
seine Mitarbeiter übergangsweise sogar übernachteten und räumte das
Grundstück von den darauf stehenden abbruchreifen alten Gebäuden. Neue
Mitarbeiter wurden in der Niederlassung Frankfurt geschult und kamen danach
gut ausgebildet nach Weimar zurück. Als Voraussetzung für den Kauf erhielt
Waldemar Günther die Auflage mindestens 20 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Heute stehen auf dem Gründstück eine fertiggestellte Lagerhalle mit einem
Fassungsvermögen von über 1.300 Palettenplätzen, sowie vier mehrgeschossige
Verwaltungsgebäude.
Auch die
Auflage der Treuhand wurde gleich mehrfach erfüllt. So beschäftigte Waldemar
Günther im Jahr 1995 rund 180 Mitarbeiter, wovon alleine auf die NL Weimar 60
neue Arbeitsplätze entfielen. Es würden über 60 Lehrlinge im gewerblichen und
kaufmännischen Bereich ausgebildet. Dies betrachtet Waldemar Günther als
seinen persönlichen Beitrag zum Aufbau der neuen Bundesländer.
Aufgrund
der derzeit schlechten Baukonjunktur werden die Mitarbeiter der Niederlassung
Weimar seit dem Jahr 2000 in der Niederlassung Frankfurt eingesetzt.
Mit
einem Fuhrpark von rund 50 Fahrzeugen beliefert das Unternehmen seine Kunden
und Baustellen in der Bundesrepublik. Waldemar Günther beschäftigt zusätzlich
auf seinen Baustellen in Deutschland zahlreiche Verputzer-, Estrich- und
Abdichtungsbetriebe als Subunternehmer, für die er auch die Gewährleistung
und die Zwischenfinanzierung übernimmt. Ständig ist die Firma Günther bemüht,
weitere Verlegeunternehmen in die Ausführung von
Fliesen-, Betonwerkstein- und Natursteinarbeiten an den vielen Baustellen als
Partner einzubinden.
Das
40-jährige Betriebsjubiläum wurde 1994 in der neu gegründeten Niederlassung
unter Teilnahme aller Firmenangehörigen und Geschäftspartnern gefeiert.
Die
Firma Waldemar Günther ist nach wie vor ein leistungsfähiger
Handwerksbetrieb. Aufgrund der Kapazität ist die Firma Waldemar Günther in
der Lage, frist- und fachgerecht größte Bauvorhaben auszuführen.
Die
Firma wurde bis Ende 2000 als Einzelfirma geführt. Seit 2001 werden die oben beschriebenen
Arbeiten von der neu gegründeten Waldemar Günther GmbH & Co. KG
ausgeführt.
|