Ohne nennenswertes Eigenkapital gründete der Fliesenleger- und Maurermeister Waldemar Günther am 01. März 1954 in Eschau (Unterfranken) einen Fliesenverlegebetrieb.

 

Nach den üblichen Anfangsschwierigkeiten arbeitete der Handwerker mit 80 Mitarbeitern schon bald an Großbaustellen weit über die regionalen Grenzen hinaus. Neben der Fliesenverlegung wurde der Betrieb um eine Betonwerkstein- und Natursteinabteilung vergrößert. Fünf Jahre später eröffnete Waldemar Günther bereits seine erste Niederlassung in Frankfurt/Main. Ihr folgte 1963 die zweite Niederlassung in Baden-Baden.

Dem Verlegebetrieb wurde ein Betonwerkstein-Produktionsbetrieb angegliedert. Von nun an stellte Waldemar Günther Betonwerksteinwinkelstufen und Betonwerksteinteile im eigenen modern ausgestatteten Produktionsbetrieb selbst her.

Das Unternehmen arbeitete inzwischen bundesweit auf mittleren bis großen Baustellen und erwarb sich durch technisch einwandfreie Ausführung die präzise Einhaltung vereinbarter Termine bei Architekten und Planungsbüros einen ausgezeichneten Ruf. Eine lange Liste von Referenzobjekten stellen unter anderem auch das Gästehaus der Bundesregierung - Hotel Petersberg in Bonn, Freizeitbäder, U-Bahn-Stationen in Frankfurt/Main, Stuttgart und München,viele Einkaufszentren, der Ausbau des Schlosshotels "Bühler Höhe", das Goethe Nationalmuseum in Weimar, diverse Krankenhäuser, sowie der neue IC-Fernbahnhof in Frankfurt/Main-Flughafen gehören, belegen dies.

Eine Spezialisierung ergab sich durch die Verlegung keramischer Fliesen im Schwimmbadbau und von Naturwerksteinmaterial an Wand- und Bodenflächen.

Im Dezember 1990 erfolgte die Gründung einer weiteren Niederlassung in Weimar (Thüringen). Dort erwarb Waldemar Günther von der Treuhand ein Gelände von rund 45.000 qm, setzte kurzentschlossen einige Baucontainer darauf, in denen seine Mitarbeiter übergangsweise sogar übernachteten und räumte das Grundstück von den darauf stehenden abbruchreifen alten Gebäuden. Neue Mitarbeiter wurden in der Niederlassung Frankfurt geschult und kamen danach gut ausgebildet nach Weimar zurück. Als Voraussetzung für den Kauf erhielt Waldemar Günther die Auflage mindestens 20 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Heute stehen auf dem Gründstück eine fertiggestellte Lagerhalle mit einem Fassungsvermögen von über 1.300 Palettenplätzen, sowie vier mehrgeschossige Verwaltungsgebäude.

Auch die Auflage der Treuhand wurde gleich mehrfach erfüllt. So beschäftigte Waldemar Günther im Jahr 1995 rund 180 Mitarbeiter, wovon alleine auf die NL Weimar 60 neue Arbeitsplätze entfielen. Es würden über 60 Lehrlinge im gewerblichen und kaufmännischen Bereich ausgebildet. Dies betrachtet Waldemar Günther als seinen persönlichen Beitrag zum Aufbau der neuen Bundesländer.

Aufgrund der derzeit schlechten Baukonjunktur werden die Mitarbeiter der Niederlassung Weimar seit dem Jahr 2000 in der Niederlassung Frankfurt eingesetzt.

Mit einem Fuhrpark von rund 50 Fahrzeugen beliefert das Unternehmen seine Kunden und Baustellen in der Bundesrepublik. Waldemar Günther beschäftigt zusätzlich auf seinen Baustellen in Deutschland zahlreiche Verputzer-, Estrich- und Abdichtungsbetriebe als Subunternehmer, für die er auch die Gewährleistung und die Zwischenfinanzierung übernimmt. Ständig ist die Firma Günther bemüht, weitere Verlegeunternehmen in die Ausführung von Fliesen-, Betonwerkstein- und Natursteinarbeiten an den vielen Baustellen als Partner einzubinden.

Das 40-jährige Betriebsjubiläum wurde 1994 in der neu gegründeten Niederlassung unter Teilnahme aller Firmenangehörigen und Geschäftspartnern gefeiert.

Die Firma Waldemar Günther ist nach wie vor ein leistungsfähiger Handwerksbetrieb. Aufgrund der Kapazität ist die Firma Waldemar Günther in der Lage, frist- und fachgerecht größte Bauvorhaben auszuführen.

Die Firma wurde bis Ende 2000 als Einzelfirma geführt. Seit 2001 werden die oben beschriebenen Arbeiten von der neu gegründeten Waldemar Günther GmbH & Co. KG ausgeführt.